Die Vergütung der Mitarbeiter ist eines der heikelsten Themen im Salon. Ist die Provision zu niedrig, gehen gute Leute. Ist sie zu hoch, fehlt das Geld für die Miete. Und wenn das Modell unklar ist, beginnt jeden Monat die Diskussion, „warum so wenig“ auf dem Konto ist.
Wir schauen uns die gängigen Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen an und zeigen, wie Sie ohne Tabellen und Rechenfehler abrechnen.
Modell 1. Festgehalt
Mitarbeiter erhalten ein festes Monatsgehalt, unabhängig von der Anzahl der Kunden. In Deutschland ist das bei Angestellten die Grundlage, denn der gesetzliche Mindestlohn muss immer eingehalten werden.
- Vorteile: planbar für beide Seiten, geeignet für Berufseinsteiger und die Rezeption.
- Nachteile: wenig Anreiz, mehr Kunden anzunehmen oder Zusatzleistungen zu verkaufen.
Modell 2. Fixum plus Umsatzbeteiligung
Ein festes Grundgehalt plus ein Prozentsatz vom Umsatz, der über einer bestimmten Schwelle liegt oder auf alle Leistungen gezahlt wird. Das ist für viele Salons das ausgewogenste Modell: Die Mitarbeiterin hat ein sicheres Einkommen, der Salon ein motiviertes Team.
Beispiel: Grundgehalt plus 10 % Umsatzprovision auf erbrachte Leistungen. Wichtig ist, dass das Gesamtgehalt in jedem Monat mindestens dem Mindestlohn für die geleisteten Stunden entspricht.
Modell 3. Reine Provision für Selbstständige
Freiberufliche Stylisten oder Kosmetikerinnen erhalten einen Anteil vom Umsatz ihrer Leistungen, zum Beispiel 40-50 %. Für Angestellte ist das in Deutschland wegen des Mindestlohns keine Option, für Selbstständige aber verbreitet. Achten Sie darauf, dass keine Scheinselbstständigkeit entsteht.
Modell 4. Stuhlmiete
Die Stylistin mietet einen Platz oder eine Kabine und arbeitet auf eigene Rechnung mit eigenen Kunden. Für den Salon ist das ein stabiles Einkommen, aber weniger Einfluss auf Qualität und Preise. Das Modell ist eher eine Partnerschaft als ein Angestelltenverhältnis.
Worauf Sie bei jedem Modell achten sollten
- Die Provision wird vom vollen Preis berechnet. Zahlt eine Kundin einen Teil mit Bonuspunkten oder einem Gutschein, soll die Mitarbeiterin nicht draufzahlen.
- Der Verkauf eines Pakets ist keine Arbeitsleistung. Die Provision entsteht sinnvollerweise mit der erbrachten Leistung, nicht beim Verkauf des Pakets.
- Das Modell ist schriftlich und verständlich. Jeder sollte seine Abrechnung selbst nachvollziehen können.
Abrechnung ohne Excel
Die Berechnung von Hand bedeutet Stunden am Monatsende und ständiges Fehlerrisiko. Sind alle Termine im System erfasst, rechnet es selbst.
In SmartBook basiert die Lohn- und Provisionsabrechnung auf erbrachten Leistungen: ein Fixum für den Zeitraum plus ein Prozentsatz vom vollen Leistungspreis. Der Verkauf eines Pakets zählt nicht zur Provision, gezählt wird nur die tatsächlich geleistete Arbeit. Jede Mitarbeiterin sieht ihre Abrechnung im eigenen Konto, und Fragen wie „woher kommt diese Zahl“ werden deutlich seltener. Die eigentliche Lohnabrechnung mit Steuern und Sozialversicherung erledigt weiterhin Ihr Steuerbüro.
Woran Sie erkennen, ob das Modell funktioniert
Vergleichen Sie einmal im Quartal:
- die Auslastung jeder Mitarbeiterin (Auslastungsanalyse);
- den Umsatz pro Mitarbeiterin und den Anteil der Personalkosten daran (Gewinnübersicht);
- die Fluktuation: Gehen Leute nach 3-4 Monaten, kann das am Vergütungsmodell liegen.
Fazit
Ein Modell für alle gibt es nicht. Für viele Salons funktioniert „Fixum plus Umsatzbeteiligung“ mit transparenter Abrechnung am besten. Wichtig ist, dass die Provision automatisch aus echten Terminen entsteht und jede Mitarbeiterin sie selbst prüfen kann. Testen Sie SmartBook kostenlos und sehen Sie die Abrechnung mit Ihren eigenen Daten.
Häufige Fragen
Welche Umsatzbeteiligung ist üblich?
Das hängt von Branche, Stadt und Grundgehalt ab. Rechnen Sie rückwärts: Was braucht der Salon für Miete, Material, Rezeption und Gewinn, und wie viel bleibt für die Beteiligung?
Wie wird Trinkgeld behandelt?
Trinkgeld bleibt in der Regel bei der Mitarbeiterin und fließt nicht in die Provision ein. Wichtig ist eine einheitliche Regel für alle.
Können verschiedene Mitarbeiter unterschiedliche Modelle haben?
Ja. Eine erfahrene Stylistin kann eine höhere Beteiligung haben, eine Berufseinsteigerin zunächst vor allem ein Fixum.